Ergonomie – Arbeitsplatz nach Maß

Wer sich wohl fühlt, der leistet mehr. Die ergonomische Lehre beschreibt die Anpassung von Arbeitsplatz und -umgebung an den Einzelnen. Der Begriff Ergonomie setzt sich aus den griechischen Wörtern ergon (Arbeit) und nomos (Gesetz, Regel) zusammen. Er beschreibt im übertragenen Sinne, auf welche Art und Weise die Arbeit zu verrichten ist.

Für ein gesundes und effektives Arbeiten ohne Verspanungen und Haltungsschäden ist es unabdingbar, dass eine korrekte Arbeitsposition bzw. Körperhaltung eingenommen und der Arbeitsplatz entsprechend eingerichtet wird. Schon die kleinste unausgewogene Belastung kompensiert unser Körper mit Musklespannungen. Auf diese Weise können unangenehme Verspannungen und Muskelreize auftreten.
Nachfolgend haben wir ein paar Empfehlungen zusammengestellt, um das Arbeiten am Schreibtisch angenehmer zu gestalten.

Schreibtisch

Die richtige Höhe des Schreibtisches hängt von seinem Besitzer ab. Ideal ist ein Tisch, dessen Höhe sich zwischen 68 und 118 Zentimetern verstellen lässt. Die Schreibtischplatte sollte mindestens 160 Zentimeter breit und 80 Zentimeter tief sein. Als Farben sind Braun-, Beige- oder Grautöne empfehlenswert. Wichtig ist es, dass Arme und Beine bei der Arbeit bequem ausgestreckt werden können. Hindernisse unter oder über dem Schreibtisch wie bespielsweise Rollcontainer, Papierkorb oder Regale sind nicht empfehlenswert und sollten an einem anderen Ort untergebracht werden.

Stuhl

Die Möglichkeit zur Verstellung der Höhe, Kippsicherheit und eine flexible Lehne, die sich den Bewegungen des Besitzers anpasst, zeichnen einen guten Bürostuhl aus. Die richtige Sitzposition entsteht durch Beugung von Knie und Ellenbogen im rechten Winkel. Die Füße stehen dabei fest auf dem Boden. Die Höhen von Schreibtisch und Bürostuhl sollten aufeinander abgestimmt sein, ein paar Zentimeter höher oder niedriger können viel ausmachen. Man sollte sich regelmäßig bewegen um die Durchblutung anzuregen, anstatt starr auf dem Stuhl sitzen zu bleiben.

Bildschirm

Der Abstand zwischen Augen und Bildschirm sollte mindestens 50 Zentimeter betragen. Damit man so arbeiten kann, dass keine Rückenschmerzen entstehen, sollte der Monitor so platziert sein, dass man weder Kopf noch Rücken bewegen muss. Die Oberkante des Bildschirms sollte sich etwa auf Augenhöhe befinden. Kopf, Hals und Wirbelsäule sollten in einer neutralen Position sein, damit die Muskeln nicht angespannt werden müssen. Das bedeutet auch, dass man gerade vor dem Bildschirm sitzt. Er sollte nicht in einer Ecke des Schreibtisches stehen. Der Blick auf den Bildschirm sollte parallel zu Fenstern verlaufen, um Spiegelungen zu vermeiden.

Tastatur

Für die Tastatur empfiehlt sich ein Neigungswinkel von 15 Grad. Sprich der Hebel auf der Unterseite sollte aufgestellt werden. Dann befindet sich die mittlere Buchstabenreihe automatisch in einer empfohlenen Höhe von drei Zentimetern über der Schreibtischplatte. Als Tastengröße sind 15 Millimeter Durchmesser ideal. Schwarze Schrift auf weißem Geund ist am besten lesbar. Die Tastatur sollte getrennt vom Bildschirm aufgestellt werden. Wird ein Notebook benutzt, sollte eine seperate Tastatur angeschlossen werden. Der Abstand der Tastatur zur Tischkante ist ideal, wenn die Unterarme bequem abgelegt werden können.

Beleuchtung

Die ideale Beleuchtung am Arbeitsplatz ist das Tageslicht. Ist davon nicht ausreichend vorhanden, so sind Neonröhren die beste Lösung. Es empfiehlt sich je nach Umgebung zusätzlich eine Lampe für jeden Schreibtisch zu installieren, um den Arbeitsplatz individuell ausleuchten zu können.

Ambiente

Die richtige Umgebung ist ein wichtiger Beitrag für ein angenehmes Arbeiten. Die ideale Raumtemperatur liegt zwischen 19 und 23 Grad und die Luftfeuchtigkeit sollte 40 bis 70 Prozent betragen. Anstelle eines Luftbefeuchters eignen sich Pflanzen sehr gut. Zyperngras und Zimmerlinde geben fast ihr gesamtes Gießwasser wieder in die Umgebung ab und verwandeln das Büro gleichzeitig in eine grüne Oase. Einmal pro Stunde für drei bis fünf Minuten das Fenster geöffnet bringt frischen Sauerstoff herein und vertreibt die Müdigkeit. Fröhliche Farben steigern Laune und Motivation. Ohne nun das gesamte Büro mit neuen Farben auszustatten, genügen schon ein paar farbliche Akzente an den Wänden oder auf dem Schreibtisch. Aus der Psychologie ist bekannt, dass Rot dabei hift Entscheidungen zu treffen. Blau fördert das Denken und Gelb wirkt motivierend. Auf dunkle Farben in Richtung Schwarz sollte verzichtet werden. Aktuell setzt sich die Kunst im Büro immer weiter durch. Sie bietet Abwechslung und steigert die Kreativität der Mitarbeiter